DIE ORGANUHR

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DIE ORGANUHR

Gesundheit-Aktiv 2023
Veröffentlicht in TCM Ernährung · 18 Februar 2023
Die Chinesische Medizin weiß: Alle Funktionen unseres Körpers haben feste Zeiten. Das lässt sich gezielt zur Vorsorge und zur Stärkung nutzen! Bist du oft unruhig, schläfst du nachts schlecht, oder drückt der Bauch? Dann könnte deine Organuhr aus dem Takt geraten sein und deine Lebensenergie behindern.


Meridianuhr - Der Zeitplan des Lebens  
Seit Menschengedenken richten sich unser Alltag und unser Leben nach einem bestimmten Zeitplan. Wir waren und sind immer noch vom Wechsel von Tag und Nacht und vom Wechsel der Jahreszeiten abhängig.
Die Meridianuhr der chinesischen Medizin zeigt in Form einer Sonnenuhr jene 2 Stunden des Tages an, in denen ein Organ am stärksten vom Chi, der Lebensenergie, durchflossen ist. In dem System der 12 Hauptmeridiane zirkuliert Energie, die jeden Meridian einmal in 24 Stunden durchflutet. Jedes Organ hat im Tagesverlauf eine 2-stündige Hochphase (Maximalzeit) und genau 12 Stunden später eine Tiefphase (Minimalzeit). Die jeweilige Energie pendelt hier auch immer zwischen einer Minimal- und Maximalzeit hin und her.
Beschwerden, die gehäuft zu bestimmten Tageszeiten auftreten bzw. zu bestimmten Tageszeiten abgeschwächt sind, können auf eine Beziehung zu den jeweiligen Organen hinweisen. Verstärken sich Beschwerden während der Maximalzeit eines Organs, spricht man von "Fülle-Beschwerden". Im umgekehrten Fall spricht man von "Leere-Beschwerden", wenn sich die Beschwerden während der Minimalzeit eines Organs verstärken.
Wer diese "Termine" der chinesischen Medizin kennt, kann sein Qi gezielt mit materieller und geistiger Nahrung stärken, Blockaden und Krankheiten verhindern und für ein positiveres Lebensgefühl sorgen.
Lunge volltanken!: Zwischen 3 bis 5 Uhr
In der Lungenzeit schlafen wir tief und fest. Dabei wird jede Zelle des Körpers mit Sauerstoff versorgt. Probleme des Lungenmeridians können sich durch Schlafstörungen, Asthma und Allergien bemerkbar machen. Zur Stärkung des Lungen-Qi: Schlafe bei geöffnetem Fenster. Singe beim Duschen aus vollem Hals. Auch eine morgendliche Sport-Runde kann dir guttun! Atemmeditation und die besten Atemübungen für SOS-Situationen.
Dickdarm beginnt den Darm zu reinigen: Zwischen 5 bis 7 Uhr
In den letzten Traumphasen werden die Erlebnisse des Vortags verarbeitet. Wir sind bereit für Neues. Nach dem Aufwachen ist die beste Zeit, den Darm zu entleeren. Damit das gut klappt, trinke auf nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser. Das bringt den Darm auf Trab.
Der Magen: zwischen 7 bis 9 Uhr ist die beste Zeit für's Frühstück
Laut TCM sollte man den Tag möglichst mit warmem Essen beginnen, um den Körper nicht auszukühlen. Ideal: Grießbrei oder Porridge mit Zimt, Milchreis mit Birnenkompott, dazu getoastetes Vollkornbrot. Wichtig: Iss in Ruhe und nicht mehr als drei Mahlzeiten am Tag, damit der Magen seine Pausen bekommt.
Milz läuft jetzt auf Hochtouren: Zwischen 9 bis 11 Uhr
Die Milz filtert das Blut und ist gleichsam das Zentrum unseres Immunsystems. Am Vormittag arbeitet sie auf Hochtouren und liefert auch neue Energie - die ideale Zeit für Denkarbeit. Ist das Milz-Qi blockiert, kann das zu Müdigkeit führen. Dagegen hilft beispielsweise Passionsblumen-Tee aus.
Herz läßt das Feuer entfachen: Zwischen 11 bis 13 Uhr
Damit das Qi im Herzmeridian ungestört fließen kann, brauchen wir Herzensfeuer. Lachen, gute Gespräche - kurz: Geselligkeit. Die chinesische Medizin empfiehlt also: Iss möglichst gemeinsam mit netten Menschen zu Mittag. Weitere Energiespender sind Walnüsse und Zimt.
Dünndarm jetzt brauchen wir Ruhe: Zwischen 13 bis 15 Uhr
Der Darm braucht jetzt alle Energie für die Verdauung. Lege keine wichtigen Termine oder Entscheidungen in diese Zeit. Wer kann, zieht sich eine halbe Stunde zurück - und gibt dem Körper die nötige Ruhe, um neue Kraft zu sammeln.
Blase Zeit nehmen und aktiv bleiben: Zwischen 15 bis 17 Uhr
Über die Blase regelt der Organismus seinen Flüssigkeitshaushalt und führt ab, was der Stoffwechsel nicht braucht. Das bringt auch den Kreislauf in Schwung und gibt uns den zweiten großen Kick des Tages. Eine gute Zeit für Sport.
Niere jetzt wir Energie aufgefüllt: Zwischen 17 bis 19 Uhr
Lass den Arbeitstag ganz langsam ausklingen, lege deine Entspannungsübungen auf diese Tageszeit. Die Nieren brauchen Ruhe, um Energie zu speichern und den Körper mit Wärme zu versorgen. Nimm abends möglichst nur fett- und ballaststoffarme Kost zu dir, wie z. B. gedünstetes Gemüse mit Reis. Nach 19 Uhr nichts mehr essen.
16:8 Intervallfasten: Die 8-Stunden-Diät
Perikard läßt die Seele baumeln: Zwischen 19 bis 21 Uhr
Die TCM ordnet diese Phase dem Herzbeutel (Perikard) zu, der weniger für den Körper als vielmehr für die Seele zuständig ist. Das Perikard-Qi schenkt uns Selbstbewusstsein und schützt vor seelischen Verletzungen. Zur Stärkung: einen schönen Film schauen, Musik hören, Weißdorn-Tee trinken.
Dreifacherwärmer bringt Harmonie zum Ausklang: Zwischen 21 bis 23 Uhr
Eine wichtige Rolle in der traditionellen chinesischen Medizin spielt der "Dreifache Erwärmer". Das ist kein Organ im westlichen Sinne, sondern eher ein Energiekreislauf. Er reguliert das Fließen des Qi und bringt Körper und Seele in Harmonie. Eine gute Zeit, um noch für ein Stündchen unter Leute zu gehen.
Gallenblase ist Nachtaktive: Zwischen 23 bis 1 Uhr
Wer zu Gallenkoliken neigt, weiß aus leidvoller Erfahrung, dass die Gallenblase zu dieser Zeit besonders viel Energie hat: Die Schmerzen treten bevorzugt am späten Abend auf. Stärke das Organ tagsüber: Mit viel grünem Gemüse, wenig Fett und Alkohol.
Leber entgiften: Zwischen 1 bis 3 Uhr
Die meisten Organe haben zu dieser Zeit auf Schlafmodus geschaltet - jetzt beginnt die Schicht für die Leber. Wer von ihrer Entgiftungsarbeit aufwacht, hat wahrscheinlich zuvor zu schwer gegessen oder zu viel Alkohol getrunken. Brennnessel-Tee und regelmäßige Bewegung stärken das Leber-Qi und schenken der Leber viel Kraft.




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